WIFF

Photo credits to Margherita Crocco and Susana Metzger
 

What If? Women in Film Festival 2021

Das What if? Women in Film Festival ist eine Plattform, welche Frauen auf der ganzen Welt eine Stimme verleiht. Durch die Präsentation von Dokumentarfilmen von Frauen über Frauen, nimmt das Festival sein Publikum mit auf eine Reise von Emotionen, Kultur und spannenden Kontrasten. 
Swisscom blue eröffnet die Bühne für den Hybrid-Event, welches im November 21 im blue Cinema Corso in Zürich stattfinden wird.

 

blue Cinema Saal

Susana Metzger und Charlotte Gantenbein-Soumeire sind die treibenden Kräfte des Women in Film Festivals. Im Interview mit Tina Werro von Swisscom gaben sie spannende Einblicke in ihre Vision und deren Umsetzung, welche unter dem Einfluss von technologischen Trends steht.

  • Sind Sie eine Filmemacherin, die eine Geschichte zu erzählen hat? Melden Sie sich bis Ende April bei [email protected]

Das Women in Film Festival ist mehr als «nur» eine Kunstausstellung. Als Beitrag zur globalen Bewegung für Frauenrechte liegt der Fokus des diesjährigen Events auf den historischen Leistungen für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Im Kontext der Unterhaltungsbranche ist diese Veranstaltung eine Hommage an die weibliche Kunst.

Diverse Begegnungen in weiblichen Communities inspirierten die Festival-Gründerinnen dazu, die Perspektive der Frauen in einem neuen Licht zu betrachten. Der Austausch mit anderen Frauen ließ sie verstehen, dass viele Herausforderungen universell sind. Aus dieser Erkenntnis schöpften die Gründerinnen ein Potenzial.

"Es braucht ein gewisses Maß an Wagemut, um einen Schritt nach vorne zu machen und mit der Arbeit zu beginnen - die Einsicht in die gemeinsamen Herausforderungen von Frauen war eine der größten Inspirationen für uns, dieses Festival in Angriff zu nehmen”.

Die Vision des Festivals ist es, einen positiven Wandel durch Inspiration und durch das Schaffen von Kunst zu beschleunigen. Gleichzeitig soll auch ein erzieherischer Aspekt berücksichtigt werden. Die Hauptveranstaltung im November bietet nicht nur eine Bühne für Frauen, um ihre Perspektive und eigenen Inhalte durch die Kunst des Films auszudrücken, sondern beinhaltet auch lehrreiche Elemente. Dazu gehören eine Sammlung historischer Filmaufnahmen und eine Reihe von praktischen Workshops, in denen Frauen, aber natürlich auch Männer und Kinder, die Möglichkeit haben, den Umgang mit einer Kamera, das Filmen und den Videoschnitt zu erlernen.

"Man braucht kein Milliardenbudget, um einen Film zu machen. Wir werden oft beeindruckt, wie Menschen mit sehr kleinem Budget und wenig Erfahrung in der Lage sind, intime und einzigartige Geschichten zu schaffen. Alles was man braucht, um einen Dokumentarfilm zu machen, ist ein Geschichtenerzähler und die Hingabe, einen solchen Film zu machen.” 

Der Schlüssel zu einem einzigartigen Unterhaltungserlebnis ist die Übersetzung von Perspektiven in Kunst - eine Form des Ausdrucks, die erneut inspiriert. 

Das Filmfestival setzt dies in die Tat um, indem es verschiedene Arten von dokumentarischen Erzählungen aufzeigt, welche tiefe Emotionen auslösen und das Publikum dazu bringen, sich an den Sitzen festzuklammern, von den Bildern auf der Leinwand fixiert. 
Beispiele für frühere Filme sind die Erzählung der Denkweise isländischer Frauen über die Gleichberechtigung der Geschlechter; die komplizierte Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter, die als ihre eigene Psychotherapie genutzt wurde und auf einfache, aber professionelle Weise fast nur mit einer Handykamera aufgenommen wurde; eine Bäuerin in Mitten von Frankreich; eine DJane in Kanada...

"Alle diese Erzählungen drücken ganz unterschiedliche Geschichten und Persönlichkeiten aus, mit denen sich viele von uns identifizieren und von denen wir lernen können."

Den Gründerinnen ist es ein besonderes Anliegen, das Festival international zu gestalten - sie ermutigen Frauen aus aller Welt, von kleinen bis hin zu erfahrenen Filmerinnen, aufzustehen und ihre Ansichten zu wichtigen Themen zu äußern. Auch, indem sie ihre Perspektive auf Themen einbringen, vor denen sie in ihrem eigenen Land vielleicht Angst haben, darüber zu sprechen.

Mit der internationalen Ausrichtung des Festivals ist das Einbeziehen globaler Perspektiven unumgänglich.

Gerade wenn es um Wachstum und Innovation geht, sind die Gründer auf der Suche nach Trends, Technologien und Partnerschaften aus dem US-Markt. 

Ein Trend mit enormer Aufmerksamkeit in der Medien- und Unterhaltungsindustrie sind immersive Technologien. Augmented und Virtual Reality können die Verbindung zwischen Menschen verbessern. Auch wenn die Menschen gelernt haben, sich in ihren Wohnzimmern wohl zu fühlen, sehnen sie sich danach, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Die berühmte TV-Moderatorin Oprah Winfrey zum Beispiel interviewte kürzlich den ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Und obwohl jeder von ihnen zu Hause in seinem eigenen Wohnzimmer war, wurden die beiden Sets miteinander kombiniert, um es so aussehen zu lassen, als wären sie von Angesicht zu Angesicht im gleichen Raum.

Das Festival, das im blue Cinema Corso in Zürich stattfinden wird, ist als hybride Veranstaltung geplant. Möglicherweise wird das Festival in Zukunft 3D-Modellierung und VR-Technologien einbeziehen, um ein ähnlich immersives Erlebnis für diejenigen zu schaffen, die nicht in der Lage sind, das Kino in Zürich physisch zu besuchen. 

"Wir sind sehr daran interessiert, Innovationen einzubauen, um die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen und ein unverwechselbares Erlebnis zu schaffen. Aber wir ermutigen das Publikum auch, nach Zürich ins Corso zu kommen. Das Kino wird immer die Premium-Option sein".

Die Menschen wollen die Wahl haben in ein richtiges Kino zu gehen, weil das Erlebnis, einen Film auf der großen Leinwand mit hochwertigem Ton zu sehen, nie übertroffen werden wird. Mit anderen Menschen in einem Raum zu sein, die gleiche Show zu erleben, wie in der Oper, im Theater oder im Kino; ein Erlebnis, das man nicht vergleichen kann. Andererseits wäre es auch rückständig, die verfügbaren Technologien nicht zu nutzen, um all diese Erfahrungen entweder zu verbessern oder mit so vielen anderen Menschen wie möglich zu teilen.

"Unser Festival ist eine Möglichkeit, auch alle Menschen rund um den Globus zu erreichen, die nur von ihrem Wohnzimmer aus eine Verbindung herstellen können. Sie sollen das Gefühl bekommen am Festival zu sein aber tatsächlich bringen wir das blue Cinema Corso zu ihnen. In jeden Winkel der Welt!"

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Das Interview wurde von Tina Werro geführt. Sie arbeitet als Open Innovation Developer für den Silicon Valley Outpost der Digital Business Unit von Swisscom und engagiert sich stark für die Themen Innovation und Diversität. 

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