Eine Premiere – wenn auch eine unfreiwillige

26. Feb. 2021 12:08, fts/che

Tina Fey (l.) und Amy Poehler werden dieses Mal zwar nicht nebeneinander stehen, aber die Chemie zwischen den beiden dürfte trotzdem vorhanden sein.
Tina Fey (l.) und Amy Poehler werden dieses Mal zwar nicht nebeneinander stehen, aber die Chemie zwischen den beiden dürfte trotzdem vorhanden sein.
Keystone

Hollywood steht praktisch still, sogar jetzt während der Awardsaison. Wie finden die Golden Globes während einer Pandemie statt? Diesmal bleiben die Gäste dem Event fern. Die Rettung dürften die beiden Hosts sein.

Die Golden-Globes-Zeremonie feiert dieses Jahr eine Premiere, wenn auch eine unfreiwillige. Die Awardshow am 28. Februar wird nämlich erstmals von zwei verschiedenen Standorten ausgestrahlt. Die Moderatorinnen Tina Fey und Amy Poehler werden dabei live aus Los Angeles und New York ihren Schabernack treiben. Die beiden Komikerinnen begrüssen die Zuschauer*innen schon zum vierten Mal als Hosts der Golden Globes und müssen aufgrund der Corona-Pandemie wohl an ihrer Routine schrauben.

Auch die Namen einigen Presenter sind bereits bekannt: Joaquin Phoenix, Renée Zellweger, Kevin Bacon, Michael Douglas, Catherine Zeta-Jones und Margot Robbie sollen unter anderem beim Austeilen der Golden-Globe-Trophäen helfen.

Wie die Verleihung genau ablaufen wird, ist noch nicht bekannt. Allerdings werden die Gewinner*innen rund um den Globus zugeschaltet, einen roten Teppich wird es nicht geben. Auch wird das Beverly Hilton Hotel in Los Angeles, wo normalerweise die Stars und Sternchen der TV- und Filmbranche sitzen, leer bleiben.

Ein eingespieltes Team

Poehler und Fey sind zwar alte Hasen, was diese Awardshow angeht, doch auch sie sind dieses Jahr Neulinge. Ihr Humor war mit Live-Publikum zum Schreien, aber nur, weil dieses Jahr vor Ort niemand lacht, heisst das nicht, dass die Witze nicht ankommen. Und auch wenn Amy Poehler und Tina Fey «zahmer» sind als das Enfant terrible Ricky Gervais, ein Blatt vor den Mund nehmen sie trotzdem nicht.

Sie begrüssen jeweils die Gäste im Raum und reissen Witze über sie. Etwa Quentin Tarantino, der «der Albtraum meiner sexuellen Träume ist», wie Fey versichert. Oder «Zero Dark Thirty»-Regisseurin Kathryn Bigelow, die «weiss, wie Folter (im Film) geht, denn sie war drei Jahre lang mit James Cameron verheiratet».

Nicht zuletzt darf der Running Gag, dass Meryl Streep die beste Schauspielerin unserer Zeit ist, natürlich nicht fehlen: «Meryl Streep ist heute Abend leider nicht hier, sie hat die Grippe. Und wie ich höre, ist sie auch darin fantastisch.»

Die Social-Distancing-Show wird wie gewohnt ein Vorreiter für die Oscars Ende April sein. Wer von den Nominierten also abräumt, der dürfte sich auf den Oscar-Traum freuen.

Mit sechs Nominierungen zählt die Filmbiografie «Mank» über den Autor Herman J. Mankiewicz, der mit Orson Welles den Klassiker «Citizen Kane» schrieb, zu den Globe-Favoriten. Auch der Gerichtsthriller «The Trial of the Chicago 7», das Familiendrama «The Father» und das Road-Movie «Nomadland» haben mehrere Gewinnchancen.

Verfolgen kann man die Zeremonie nur auf dem US-Sender NBC in der Nacht auf Montag. Die «Preshow» wird aber bereits vor zwei Uhr nachts auf Twitter und anderen Plattformen gestreamt. 

Die Highlights der Show und Gewinner*innen der wichtigsten Kategorien erfahren Sie am Montagmorgen auf blue News.